Bildung für nachhaltige Entwicklung

Von der Deutschen UNESCO-Kommission wurde der Veedelfunker UN-Dekade Projekt für „Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

Doch was genau steckt hinter dem Begriff „Bildung für nachhaltige Entwicklung"?

„Bildung für nachhaltige Entwicklung", kurz BNE, vermittelt Menschen jeglichen Alters und jeglicher Herkunft nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt.

Durch „Bildung für nachhaltige Entwicklung" kann jedes Kind und jeder Erwachsene erfahren: Mein Handeln hat Konsequenzen. Nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann etwas tun, um die Welt ein Stück zu verbessern. Ein solches Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen und drängende globale Probleme wie den Raubbau an der Natur oder die ungleiche Verteilung von Reichtum anzugehen. Regierungen, Organisationen und Unternehmen müssen Nachhaltigkeit lernen und umsetzen.
Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt z.B. Wissen über globale Zusammenhänge und Herausforderungen wie den Klimawandel oder globale Gerechtigkeit oder die komplexen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ursachen dieser Probleme.

Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt auch Kompetenzen. Mit Gestaltungskompetenz wird z.B. die Fähigkeit bezeichnet, Wissen über nachhaltige Entwicklung anwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung erkennen zu können. Dies umfasst zum Beispiel folgende Fähigkeiten: vorausschauendes Denken, interdisziplinäres Wissen, autonomes Handeln, Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen

Die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)" haben sich die Staaten der UN verpflichtet, dieses Konzept zu stärken – vom Kindergarten, Schule, beruflicher Ausbildung, Universität über Forschungs-institute, außerschulische Weiterbildungseinrichtungen bis zum informellen Lernen außerhalb von Bildungseinrichtungen. Die Agenda 21, das internationale politische Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung, nennt in Artikel 36 Bildung als Schlüsselfaktor auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit.