Regional

Samstag ist Waschtag

Tipps zum Sparen von Wasser und Energie

Fasziniert sitzt die Katze vor der Waschmaschine und schaut der Wäsche beim Sauberwerden zu. Umdrehung für Umdrehung verfolgt sie gebannt Socken, Hemden und Schlafanzughosen und schnurrt im Chor mit dem Surren des modernen Geräts. Die Dame des Hauses sitzt derweil in der Wanne und schmunzelt über ihr verspieltes Haustier. Heute ist Waschtag und da gönnt sie sich schon mal ein wohltuendes Bad.

Diese Badezimmer-Szene könnte sich so oder ähnlich in jedem Haushalt abspielen, denn alles, was mit Wasser und Waschen zu tun hat, wiederholen wir Tag für Tag, Woche für Woche. Dabei geht es um Notwendigkeiten, aber auch um Rituale und ein bisschen Wellness in den eigenen vier Wänden.
Von Zeit zu Zeit bietet es sich jedoch an, die notwendigen als auch die angenehmen Wiederholungen zu hinterfragen, denn im Bad geht es im Grunde stets um den Ge- und Verbrauch elementarer Ressourcen, wie Wasser und Energie. Das Nutzen von Wasser an sich wird von den Experten als eher unproblematisch angesehen, da in unseren Breiten kein Mangel an Niederschlag herrscht. Doch wenn wir zum Waschen dem Wasser mehr oder weniger umweltfreundliche Mittel zusetzen, dann ist die Sache schon nicht mehr ganz so klar. Beim Erwärmen von Wasser zum Duschen, Baden und in der Waschmaschine kommt auch noch jede Menge Energie mit ins Spiel und dann kann es zuweilen undurchsichtig werden.
So empfiehlt es sich, hin und wieder den Rat erfahrener Experten einzuholen. In NRW geht das ganz leicht – nicht nur mit wenigen Klicks im Internet, sondern mit tatkräftiger Beratung in vielen Städten des Landes, persönlich und direkt. Wie kann man ökonomischer mit Energie umgehen oder erneuerbare Energien sinnvoll einsetzen? Die Beantwortung dieser wichtigen Fragen hat sich die EnergieAgentur.NRW unter anderem zur Aufgabe gemacht. Sie zeigt ebenfalls sehr anschaulich, dass die Energiewende auch das Thema Wasser im Schlepptau hat. „Auf dem Portal Energiesparen im Haushalt zeigt die EnergieAgentur.NRW Wege auf, wie Energiekosten allgemein minimiert werden können. Ob Heizung, Warmwasser oder Stromverbrauch – hier finden sich nützliche Checklisten und praktische Beispiele“, erklärt Energieberater Bernd Geschermann. Verständliche Informationen und wertvolle Tipps erleichtern den Einstieg in das Thema und versetzen jeden in die Lage, gleich mit dem Wasser- und Energiesparen loslegen zu können.
Gehen wir noch einmal zurück zu unserer Szene im Badezimmer: Laut EnergieAgentur.NRW entfallen circa acht bis zehn Prozent des Energieverbrauchs einer dreiköpfigen Familie auf die Warmwasserbereitung. Sofern das Wasser elektrisch, also zum Beispiel mit einem Durchlauferhitzer erwärmt wird, beträgt der Anteil an den Energiekosten mehr als 20 Prozent. Mit diesem Wissen im Hinterkopf wird es spannend, über sinnvolle Wassersparmöglichkeiten nachzudenken. Sofern man stolzer Eigentümer eines Hauses ist, kann man sogar noch weitergehen und das Wasser beispielsweise über Sonnenkollektoren erwärmen, wie Bernd Geschermann von der EnergieAgentur.NRW vorschlägt. Die Katze hat es sich derweil auf der Waschmaschine gemütlich gemacht und träumt von einem Bad in der Sonne. Das Piepen der fertigen Maschine lässt sie aufspringen und beleidigt davonlaufen. Das Signal lässt auf ein fortschrittliches Gerät schließen, das mit dieser Hilfe verhindert, dass die Maschine zu lange unnötig eingeschaltet bleibt. Das Wichtigste beim Kauf der Waschmaschine ist jedoch, auf einen niedrigen Strom- und Wasserverbrauch zu achten. Moderne Waschmaschinen verbrauchen nur 35 - 50 Liter pro Waschgang, was die Umwelt freut. Wenn man beispielsweise noch auf das Vorwasch-Programm verzichtet und normal verschmutzte Wäsche bis maximal 40 Grad wäscht, schont der geringere Energieverbrauch auch zusätzlich den Geldbeutel.

Die Energiewende hat das Thema Wasser im Schlepptau

In NRW arbeiten viele Institutionen Hand in Hand und so empfiehlt die EnergieAgentur.NRW, sich zum Thema Wassersparen ebenfalls durch die Verbraucherzentrale NRW beraten zu lassen. Denn viele der Tipps werden von beiden Seiten vorgestellt. So erläutern zum Beispiel beide Quellen, wie effektiv der Einsatz eines sogenannten „Durchflussmengenreglers“ im Wasserhahn ist, mit dem sich zwischen 30 und 50 Prozent Wasser einsparen lassen.
Zurück in unserer Szenerie hat es draußen übrigens angefangen zu regnen. „Wer einen Garten hat, sollte schauen, ob er ihn nicht mit Regenwasser gießen kann oder sogar gleich das Regenwasser, statt es in den Kanal zu leiten, im Garten versickern lässt. Neben der Kostenersparnis ist dies auch eine wirksame Maßnahme zum Hochwasserschutz“, erklärt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW.
Unsere Protagonistin ist mittlerweile den Fluten entstiegen. Wohlig entspannt freut sie sich über ihren freien Nachmittag – denn um die Wäsche kümmert sich heute der Herr des Hauses.

  • Text: Dunja Karabaic
  • Foto: Bozica Babic