Akteure

Akteure in Ehrenfeld

Ob als Einzelperson ehrenamtlich oder als Verein öffentlich gefördert – in Ehrenfeld gibt es zahlreiche Akteure, die Gutes tun in ihrer direkten Nachbarschaft, im Veedel, auf der Straße, auf dem Spielplatz. Die Bürgerstiftung, der Ehrenfelder Verein für Arbeit, die Interessengemeinschaft Alpener Platz und der Kölner Spielecircus stehen exemplarisch für alle diese, die in Ehrenfeld aktiv sind, die verbinden, vernetzen und helfen.

BürgerStiftung Ehrenfeld

Nahe an den Menschen will die BürgerStiftung Ehrenfeld innovative und nachhaltige Projekte fördern, initiieren und mitentwickeln. Wir möchten dabei selber Impulse setzen und andere in ihren Aufgaben sowie ihrem Engagement unterstützen.

— Joachim Schulz, Vorsitzender des Stiftungsrates

Die BürgerStiftung Ehrenfeld wurde 2008 gegründet und besteht zurzeit aus 43 StifterInnen (Privatpersonen, Gruppen, Firmen usw.), die mit ihren Mindesteinlagen von 500 Euro das Stiftungskapital aufgebaut haben. Gefördert wird damit bürgerschaftliches Engagement im Stadtbezirk Ehrenfeld. Projekte von Gruppen, Vereinen und Initiativen aus den unterschiedlichsten Bereichen bekommen sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung. So wurde unter anderem eine Studienberatung für Oberstufenschüler durchgeführt, der Verein „Väter in Köln“ mit seinem „Vatertag der Vielfalt“ unterstützt und die künstlerische Gestaltung des Spielplatzes an der Glasstraße mitfinanziert. Außerdem führt die BürgerStiftung Ehrenfeld regelmäßig kostenlose Informationsveranstaltungen für die BürgerInnen im Stadtbezirk durch. www.buergerstiftung-ehrenfeld.de

Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifizierung

Unsere Schwerpunkte bei der Arbeitsvermittlung sind die Aktivierung, Beratung, Schritteplanung und Qualifizierung. Beschäftigung begreifen wir dabei als Prozess des Learning by doing. Nach erfolgreicher Vermittlung begleiten wir die Menschen weiter.

— Walter Kluth, Vorstandsvorsitzender des Ehrenfelder Vereins für Arbeit (eva) e. V.

Seit 28 Jahren integriert der Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifizierung (eva) e. V. erfolgreich langzeitarbeitslose Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Verein bietet dazu von fachlicher Qualifizierung – zum Beispiel in der Hauswirtschaft, im Gartenbau oder im Trockenbau – über Beratung in Schulen bis hin zu einer Online-Jobbörse verschiedene Maßnahmen an. Der eva e. V. ist aber auch aktiv im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements in Ehrenfeld und hat dazu das Projekt „Engagiert in Ehrenfeld“ initiiert. In diesem Rahmen werden Baumscheiben gemeinsam mit AnwohnerInnen bepflanzt, um mit einfachen Mitteln wirkungsvoll das Wohnumfeld zu verbessern. Vorlesepaten werden an Kitas und Grundschulen vermittelt und Nachbarschaftsinitiativen werden bei der Planung und Durchführung von Straßenfesten unterstützt. www.evaggmbh.de

Interessengemeinschaft Alpener Platz

Unser vorrangiges Ziel ist die Umgestaltung des Alpener Platzes zu einem Mehrgenerationenplatz, auf dem Jung und Alt sich wohlfühlen und miteinander ins Gespräch kommen. Ganz wichtig dabei ist für uns die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

— Jörg-Tammo Reelfs, Sprecher der IG Alpener Platz

Eine Anwohnerinitiative im originären Sinne ist die Interessengemeinschaft Alpener Platz – kurz IG Alpener Platz. 2011 schlossen sich AnwohnerInnen und Geschäftsleuten aus der Umgebung der bis dahin mindergenutzten Freifläche an der Venloer Straße zusammen und planten gemeinsam mit einer ansässigen Grundschule die Umgestaltung des Platzes. Ziel war und ist es, einen attraktiven Treffpunkt zu schaffen, der von jungen wie alten Menschen gern genutzt wird. Neue Sitzgelegenheiten, 26 Pflanzkübel, die in privater Patenschaft betreut werden, und Spiele zum Ausleihen gibt es nun schon. Auch ein Platzfest findet jedes Jahr statt. Dennoch bleibt viel zu tun für die IG Alpener Platz – es fehlen Mülleimer und weitere Bänke und auch ein Weihnachtsbasar schwebt den Aktiven plus ihren vielen spontanen HelferInnen vor. ig-alpenerplatz@web.de

Spielecircus e. V.

Bei unseren Aktionen sollen alle mitmachen können: Alter, Geschlecht, kultureller Hintergrund, körperliche und geistige Einschränkungen sind dabei explizit keine Ausschlusskriterien. Jeder findet eine Aufgabe oder eine Rolle, die seinen Talenten entspricht.

— Josef Hense, Mitglied der Geschäftsführung des Kölner Spielecircus e. V.

Mitmachen und Mitlachen heißt es beim Kölner Spielecircus, einem seit 30 Jahren in Ehrenfeld ansässigen Verein, der in Köln und im Umland ganzheitliche und integrative kulturpädagogische Arbeit leistet. Neben einem breiten Angebot an Kursen, in denen Kinder und Erwachsene Einradfahren, Jonglieren, Akrobatik und andere Zirkuskünste erlernen können, engagiert sich der Spielecircus als freier Träger der Jugendhilfe in Köln auch in der offenen Stadtteilarbeit, insbesondere auch in Ehrenfeld. So fand im August 2013 ein Sprachcamp für Grundschulkinder mit Migrationshintergrund und Defiziten in der deutschen Sprache statt. Anhand des Kinderbuchklassikers „Ronja Räubertochter“ wurde hier die deutsche Sprache spielerisch mithilfe von Sprachförderung sowie Zirkus- und Theaterpädagogik erlebbar gemacht. www.spielecircus.de

  • Text: Christiane Martin