Tipps und Tricks

Tipps und Tricks

von Hans dem Hausmeister

Ich bin jetzt Praktikant bei meiner Enkelin – die ist 10 und meinte bei ihrem letzten Besuch: „Opa, so kann es nicht weitergehen, Du verschwendest viel zu viele Ressourcen!“ Und dabei dachte ich schon, ganz schön viel richtig zu machen. Aber Rosalie weiß mehr über den von uns Menschen gemachten Klimawandel als ich. Sie kennt vor allem ein paar Tricks, wie ich meine Arbeit als Hausmeister in Sachen Umwelt- und Klimaschutz optimieren kann.

Mein erster Tag des Praktikums in den Sommerferien bestand darin, dass sie mit mir in meinen heiß geliebten Baumarkt gefahren ist. Dort hat sie mir die Aufgabe gestellt, nur Produkte in den Einkaufswagen legen zu dürfen, die nicht extra in Plastik verpackt sind. In ihrer Grundschule haben sie nämlich gelernt, dass der beste Abfall der ist, der erst gar nicht anfällt. Ui, das war gar nicht einfach.

Zurück zu Hause haben wir gemeinsam eine Biotonne angeschafft. Die gibt’s sogar kostenlos – ein Anruf vom Hauseigentümer bei der AWB reicht. Das Gute dabei ist nämlich, dass die ganzen Küchenabfälle nicht unnötig die Restmülltonne füllen – um weniger als ein Drittel ... schon interessant. Noch wichtiger ist sogar, dass mit den separat gesammelten Essensresten prima die städtischen Vergärungsanlagen „gefüttert“ werden können, um Biogas herzustellen. Das stärkt nämlich die alternative Energiegewinnung.

Apropos Energie – im Baumarkt haben wir übrigens auch Bewegungsmelder gekauft, die ich im Keller und der Waschküche installiert habe. So kann niemand mehr vergessen, das Licht auszuknipsen, und das spart jede Menge Strom und somit CO2. Damit das sichtbar wird, habe ich Rosalie ein „Zukunftssparbuch“ eingerichtet, auf das ich ihr für jedes Kilo CO2, das zukünftig durch ihre Tipps eingespart wird, 5 € über-weise, also ein echter Generationenvertrag. Und am Freitag, den 20. September streike ich mit und nehme mit ihr an der Demo zum globalen Klima-Streik teil – als Hausmeister for future!