Tipps und Tricks

Tipps und Tricks

von Hans dem Hausmeister

So eingefahrene Gewohnheiten können ja was Feines sein. Jeden Sonntag um 9:30 Uhr steht Doris auf der Matte und wird ungeduldig, weil wir zu unserer Sonntagsspazierfahrt aufbrechen. Sie weiß schon genau, wo es hingeht, wenn ich den Stadtwald auch nur andeute. Mit dem Fahrrad fahren wir Zwei dann dorthin, damit sie auch einmal etwas anderes sieht als immer nur die gleichen Häuserecken.

Aber auch ich tue dabei etwas Gutes für meine Gesundheit und für meinen mobilen Fußabdruck – wie es ja heißt, wenn man die Auswirkungen seiner Mobilität, also den CO2 Ausstoß davon, misst.
Bevor es jedoch soweit ist, muss ich erst mal mein Rad aus dem Keller tragen, während Doris dann immer schon aufgeregt im Treppenhaus auf und ab läuft. Bei dieser ganzen Schlepperei geht mir in letzter Zeit dieses moderne Fahrradparkhaus aus Eindhoven nicht mehr aus dem Kopf. Das habe ich gesehen als ich mit meiner Frau letztens nach Holland gefahren bin. Dort kann man sein Rad nämlich auf einem Rollband in die Tiefgarage bringen und geschickt aufhängen. So etwas hier im Keller. Das wär's doch...

Mit dem Rad ist es Meist Schneller

Im Wald, treffen wir dann auch viele andere Hunde mit ihren Besitzern, um gemeinsam Gassi zu gehen. Auf diese Idee kam damals meine Frau und meldete uns kurzerhand bei dem Portal Stadthunde an. Sie war der Meinung, Doris brauche auch mal ein paar Freunde, weil sie immer gerne meine Schraubenschlüssel apportierte – und auch ich solle mal an die frische Luft, um meine festgefahrenen Muster zu durchbrechen.
Zunächst bin ich da immer mit dem Auto hin. Aber dann hab ich den Weg einfach mal mit dem Fahrrad getestet und dabei festgestellt, dass ich viel schneller war! Später habe ich von Peter, meinem Cousin, erfahren, dass die Deutschen für 61% aller Wege das Auto nutzen und gerade die kurzen Fahrten unter 6 km mit dem Rad meist schneller zu bewältigen sind. Da wäre ich ja nie drauf gekommen, wenn ich es nicht einmal selbst ausprobiert hätte! Man muss halt auch im Alter immer flexibel und beweglich bleiben und das nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf!

  • Text: Nika Rams
  • Illustration: Ina Schneider